übersicht

  1. Allgemeines
  2. Sonderpädagogischen Förderbedarf
  3. Ermittlung des Sonderpädagogischen Förderbedarf
  4. Entscheidung über den Bildungsgang und den Förderort
  5. Aufgaben der Schule für Lernbehinderte
  6. Erziehung und Unterricht
  7. Qualifikation des Personals
  8. Der Schüler Im Mittelpunkt schulischer Aufgaben
  1. Allgemeines


  2. Die Förderschule Lernen besuchen Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Dieser ist bei Kindern gegeben, die in ihrer Lern- und Leistungsentwicklung so erheblichen Beeinträchtigungen unterliegen, dass sie auch mit zusätzlichen Lernhilfen der allgemeinen Schulen nicht ihren Möglichkeiten entsprechend gefördert werden können. Sonderpädagogische Förderung an der Förderschule bedeutet vor allem die Förderung in grundlegenden Bereichen der Lernentwicklung in der Gedächtnisleistung, dem sprachlichen Handeln, Wahrnehmung, Motorik, Emotionalität, Interaktion und der Ausbildung individueller Stärken. im anglo-sächsischen Sprachraum spricht man von "slow-learners". Sonderpädagogische Förderung bedeutet bei Lernschwachen Schülern Förderung von Denkprozessen durch geeignete und strukturierte Lernsituationen, sprachlichen Handelns, des Erwerbs von altersentsprechendem Wissen. Emotionale und soziale Stabilität sowie Handlungskompetenz werden angestrebt. Die Förderung orientiert sich an der individuellen Situation der Kinder. Besonderen Wert legt die Schule auf ein förderliches Lernklima. Die Kinder suchen einerseits Geborgenheit und Sicherheit, Zuwendung und Wärme, Anerkennung und Vertrauen, um Selbstwertgefühl und Leistungsbereitschaft entfalten zu können. Sie benötigen anderseits Normen und Strukturen zu ihrer Orientierung sowie Regeln für Rücksichtsnahme und Hilfsbereitschaft. übersicht

  3. Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs

  4. Die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs umfasst die Analyse der Personen-Umfeld-Bedingungen, die Ermittlung des individuellen Entwicklungsstandes und er Lernausgangslage sowie eine Empfehlung zur Entscheidung über den notwendigen Förderumfang und den entsprechenden Lernort (Förderschule bzw. Integration in der Regelschule). Die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs kann von Eltern, Schulen und gegebenenfalls von anderen zuständigen Diensten beantragt werden. übersicht

  5. Ermittlung des sonderpädagogischen Förderbedarfs

  6. Die diagnostischen Fragestellungen sind auf ein qualitatives und quantitatives Profil der Fördermaßnahmen gerichtet. Qualifizierte Sonderpädagogen beurteilen Art und Umfang des Förderbedarfs. Soweit erforderlich werden auch eine medizinische und psychologische Diagnostik miteinbezogen. übersicht

  7. Entscheidung über Bildungsgang und Förderort


  8. Auf der Grundlage der Empfehlung und der Beteiligung der Eltern sowie unter Beachtung der jeweils gegebnen bzw. bereitgestellten personellen und räumlichen Bedingungen entscheiden Schule und Schulaufsicht über den Umfang des Förderbedarfs sowie über Lernort (Förderschule bzw. integrative Beschulung in der Regelschule). übersicht

  9. Aufgabe der Förderschule Lernen

    • Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen
    • Förderung der Integration dieser Kinder im Blick auf ein Selbstbestimmtes Leben
    • .

    Dies bedeutet vor allem:
      -Erstellen und Fortschreiben individueller Förderpläne auf der Grundlage begleitender Diagnostik.
      -Schaffung von Schulischen Situationen mit individuellen Lernerfolgserlebnissen.
      -Erwerb und Festigung von alters- und situationsgemäßen Formen des Verhaltens
      -Möglichkeit des Hauptschulabschlusses.
      -Anstrebung eines eventuellen Wechsels an die Regelschule.
      -Vorbereitung auf eine Berufsausbildung durch praxisorientierte Angebote (Vor allem im Arbeitslehreunterricht).
      -Förderung der Zusammenarbeit mit den Eltern.
      -Pflege der Zusammenarbeit mit Berufsschulen, Arbeitsamt, Handwerkskammer und Betrieben der Region.vgl. Betriebspraktikum
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  10. Erziehung und Unterricht

  11. Erziehung und Unterricht sind als Einheit zu betrachten. Erziehung und Unterricht schließen auch die Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Beeinträchtigung und der Reaktion der Umwelt auf diese ein. Im Vordergrund stehen die Entwicklung eines wirklichkeitsbezogenen Selbstbildes, die Stärkung des Selbstwertgefühls, die Festigung der Persönlichkeit durch den Aufbau kompensatorischer Fähigkeiten. Die Kinder sollen lernen, eigene Interessen in angemessener Weise zu vertreten und Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen. In einem förderlichen Lernklima sollen Lebens-, Lern- und Handlungsräume ausgestaltet werden. Binnendifferenzierung, Individualisierung und vielfältige Veranschaulichungen haben einen angemessenen Stellenwert. Die bei den Kindern auf Grund von Misserfolgen bestehende Abneigung gegen schulisches Lernen wird durch Erfolgserlebnisse in der Förderschule bekämpft, die das Selbstvertrauen stärken und die Anstrengungsbereitschaft anregen. übersicht

  12. Qualifikation des Personals

  13. Wesentliche Merkmale der Qualifikation sind umfassende Kenntnisse über Formen und Ursachen von Lernbehinderung und deren Begleiterscheinungen, psychosoziale Zusammenhänge sowie lernpsychologische, didaktisch-methodische Fähigkeiten und Beratungskompetenz. Gefordert sind Lehrerpersönlichkeiten, die Verständnis für die spezifische Lebenswelt Benachteiligter und sozial Randständiger sowie für wechselnde Lernvoraussetzungen und Lernprozesse haben. Darüber hinaus müssen ständig eigene Erwartungshaltungen gegenüber den Leistungen der Kinder überprüft und relativiert werden. Auch das Vertrauen in Leistungsfähigkeit sowie die Annahme der Schülerinnen und Schüler mit ihren vielfältigen Problemen ist gefragt. Die Lehrkräfte benötigen die Kraft, persönliche Zuwendung in belastenden Situationen zu geben und zugleich Balance von persönlicher Nähe und notwendiger Distanz zu halten sowie Enttäuschungen bei Rückschlägen zu ertragen und Berufszufriedenheit zu erhalten. übersicht


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